Smaragde
Man mag es kaum glauben, aber der Smaragd enthält anteilig Chrom. Aufgrund dieses Chroms und auch aufgrund etwaiger Vanadium-Teile bewahrt sich dieser Edelstein in grüner Farbe. Leuchtend strahlt er in einem unglaublichen Grün, ist deshalb wahrscheinlich in der Schmuckbranche auch so beliebt. Diese kleinen hautsächlich aus Kolumbien stammenden Steinchen sind ein kleines Vermögen wert, denn bereits ein Smaragd ohne Schmuckfassung liegt bei locker 80,00 €, und das, wo gerade einmal ein Zentimeter Durchmesser gegeben ist. Der Smaragd gilt als Frühling unter den Steinen, bereits in frühen Jahrhunderten wurde er als "das Grün" bezeichnet.Während man anderweitige Edelsteine schleift und poliert, um etwaige Kratzer und Risse zu bereinigen, lässt man eben gerade diese Risse oftmals beim Smaragd stehen, denn diese sind das I-Tüpfelchen des Edelsteines. Diese kleinen Makel machen diesen Stein noch einmaliger und vor allem auch beliebter, so dass man den Preis eines Smaragdes auch mit demjenigen eines Diamanten vergleichen kann. Teils werden Smaragde sogar höher gehandelt. Der Umsatz in Kolumbien beispielsweise, durch den Export dieser Edelsteine, liegt bei einem Betrag bis zu 400 Mill. US-Dollar. Selbstverständlich ist der Schwarzmarkt hierbei nicht berücksichtigt, Schätzungen zufolge beläuft sich dieser Betrag jedoch ebenfalls in diese Richtung.
Um einen Smaragd jedoch für die Schmuckbranche wertvoll zu machen, muss dieser noch bearbeitet werden. Aufgrund einer oftmals ungleichen Farbverteilung und teils auch Farbtrübung aufgrund der vielen Risse, wird ein solcher Edelstein in der Schmuckbranche weiter bearbeitet. Der Stein wird beispielsweise mit ungefärbten Kunstharzen stabilisiert oder auch mit farbigen Ölen gefärbt. Dies hat zur Folge, dass die Farbe knalliger und langanhaltender ist.
Gerade weil ein Smaragd so teuer ist, wird er in der Schmuckbranche oftmals "ersetzt", sprich also imitiert. Hierzu werden sodann ähnliche Minerale verwendet, die aber einfach günstiger sind, hier zum Beispiel Granatvarietäten. Aber auch gefärbtes Glas sieht einem Smaragd sehr ähnlich. Kenner erkennen selbstverständlich den Unterschied, für einen Laien jedoch ist dieser kaum zu erkennen, so dass man diesen Unterschied teils lediglich am Preisverhältnis sieht.
Aber wo kommen diese kleinen, aber wertvollen und kleinen Steinchen her? Die Hauptfundstellen liegen in Kolumbien, sprich also aus Südamerika, hier ebenso aus Brasilien. Auch in Russland wurden Smaragde gefunden, allerdings scheint diese Quelle erschöpft, da die Edelsteine kaum noch am Markt zu finden sind. Eine unbedeutend kleine Menge wurde auch in Australien gefunden. Auch China hat sich auf dem Edelsteinmarkt etabliert und bietet hier eigene Smaragde an. Der Smaragd wird in geringen Mengen auch in Italien oder Norwegen gefunden. Smaragde sind in der Regel nur wenige Millimeter große Edelsteinchen, die aber auch in diesen kleinen Größen bereits ein hohes Vermögen einbringen. Nicht zu verdenken also, dass manche Menschen diese kleinen grünen Vermögenssteinchen als Geldanlage sehen.
Der Smaragd war bereits vor Jahrhunderten ein beliebtes Schmuckstück und wurde von vielen Damen von Welt getragen. Heutzutage findet man diese eher in den Schmuckschatullen älterer Damen vor, weil diese Schmucksteine - wohl aufgrund ihrer Farbe und des Preises - bei den jüngeren Generationen nicht unbedingt zum Tragen kommen. Dennoch werden sie ihren Stand auf dem Markt wohl niemals verlieren, denn sie wirken aufgrund ihrer Wertigkeit.


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