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Mondstein

Warum heißt der Mondstein eigentlich Mondstein und wie bekam er seinen Namen? Nun, weil er im Grunde ausschaut, wie die Oberfläche des Mondes, jedenfalls im ungeschliffenen Zustand. Die Farbe und die Struktur gleichen einem absoluten unebenen Bild, wie auch die Oberfläche auf dem Mond. Allerdings hat der Mondstein seinen Namen nicht aufgrund dieser optischen Erscheinung erlangt, sondern vielmehr, weil er wie der Mond schimmert. Die Farben des Mondsteines sind weisslich und bläulich vermischt. Dieses Farbspiel ist einfach einmalig. Auch ergeben sich beispielsweise Unterschiede aufgrund der Fundstätte. Während Mondsteine aus Sri Lanka eher transparent bis milchig mit einem leichten bläulichen Hauch ausschauen, glänzen diese Edelsteine aus Indien einen trüberen Teint. Des Weiteren können die Farben dieser Steine aus Indien eher ins Orangene fallen.

Der Mondstein findet in den verschiedensten "Branchen" Anwendung. Selbstverständlich kann man diesen in der Schmuckbranche finden. Da man hier aber nur selten einen echten Stein verwendet, wird dieser häufig mit einem gebrannten Amethyst oder auch Glas imitiert. Des Weiteren wird er stabilisiert, weil der Mondstein in der Regel aufgrund der geringen Härte sehr druckempfindlich ist.

Auch in der Esoterik wird dieser Edelstein verwendet, hier bedeutet er verschiedene Dinge, zum einen steht er für das Tierkreiszeichen Krebs bzw. Fische, des Weiteren gilt er für die Venus, den Neptun oder auch den Mond. Im Zeichen der Monatssteine gehört er zum Jahresmonat Juni. Neben dem esoterischen Sinn wird der Mondstein auch als Heilstein verwendet, er soll die typischen Frauenleiden lindern, die bei der monatlichen Menstruation auftauchen können. Viele Heilpraktiker arbeiten mit der Wirkung dieses Steins, weshalb er auch als Heilstein so beliebt ist. Des Weiteren soll er Kopfschmerzen lindern. Auch die allgemeine Psyche soll durch diesen Edelstein gestärkt werden, hier aufgrund etwaiger Schwingungen.

Aber woher kommt dieser schöne Stein und wann hat man ihn zum ersten Mal entdeckt? Der Mondstein gehört zur Gruppe der Feldspate. Wenn die Gesteinsmasse sich abkühlt und auch aufgrund der Verwitterung kryptoperthitischer Entmischungen im Gestein bildet sich der so beliebte Mondstein. In der Natur erscheinen diese Steine eher trüb und matt. Den Glanz eines Edelsteines erhält dieser Stein somit erst durch die Weiterbehandlung in der Schmuckbranche beispielsweise. Fundstellen dieses Steins sind in Australien, Brasilien, Indien, Madagaskar und sogar in Österreich oder den USA aufgetreten. Die weltbedeutendste Fundstelle befindet sich jedoch in Sri Lanka, wo sehr viele verschiedene Edelsteine ihren Ursprung haben. Die Farbe des Mondsteines ist eher transparent und schimmert in weiß, gelb oder auch einfach nur farblos. Der Mondstein gehört zur Kristallklasse monoklin-prismatisch 2/m. Die Härte dieses Steins liegt bei 6 - 6,5 der Härteskala, also ein Durchschnittswert bzw. eine Durchschnittshärte. Den Namen bekam dieser Stein Ende des 18. Jahrhunderts. Allerdings wurde dieser Stein in Form eines Heilsteines schon bei den Griechen und vielen anderen Völkern als "weiblicher Stein" bezeichnet, weil er den Frauen eine sehr gute Fruchtbarkeit und leichte Geburt schenken sollte. Bei den Indianern stand dieser Stein beispielsweise für die Liebe und selbstverständlich, bezogen auf die Weiblichkeit, auch für Mütterlichkeit. Arabische Länder verzieren heute noch die Kleidung ihrer Frauen mit einem Mondstein, um diese Frauen entsprechend zu schützen.