Der Ametrin - ein gelb-violetter Blickfang
Vielleicht ist der Ametrin so manchem Edelsteinliebhaber eher als Bolivianit geläufig, wie er im Schmuckbereich genannt wird. Die Bezeichnung Ametrin ergibt sich aus der Kombination der beiden anderen Edelsteine Amethyst und Citrin, deren Farben violett und gelb sich im Ametrin vereinen.

Ürsprünglich kommt dieser besondere Edelstein aus Bolivien - daher auch der Name Bolivianit - wo er seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. Er war eine Mitgift einer Ayoreos-Indianerin namens "Anahí", die einen spanischen Eroberer zum Mann nahm.
Anfang des 20. Jahrhunderts tauchte der Ametrin wieder auf und wurde in den 60er Jahren illegal auf Märkten angeboten, erst 1989 wurde der Abbau legalisiert.

Der Ametrin gehört zu den Kristallquarzen, die einzelnen Kristalle können eine Grösse von bis zu 20 cm erlangen. Eine intensive Färbung und ein glasklarer Glanz machen den Ametrin zu einem wunderschönen Stein, die Besonderheit aber sind natürlich die Kombination der beiden Farben violett und goldgelb, die auffallend gut miteinander harmonieren.
Meist wird der Ametrin in gold gefasst, silberne Fassungen sind eher die Ausnahme und daher seltener erhältlich. Oft wird der Stein so geschliffen, dass eine längliche Form entsteht, die den natürlichen Farbverlauf harmonisch betont.
Dem Ametrin, der unter anderem auch Trystin oder goldener Amethyst bezeichnet wird, werden auch metyphysische Wirkungen nachgesagt. So soll er zu innerer Balance und Harmonie führen, gegen Kopfschmerzen und Verkalkung wirken, sowie Augen- und Hörleiden lindern. So soll er auch zur Meditation positiv eingesetzt werden können und negative Gedanken und Schwingungen vertreiben.
Jedoch sollte dazu gesagt werden, dass es bei Meditationsanfängern anfangs zu inneren Unruhen kommen kann, da der Ametrin die Konzentration stark anregt.



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